Babyzimmer einrichten: Praktisch statt perfekt
Ein Babyzimmer braucht drei Dinge: einen sicheren Schlafplatz, eine Wickelmöglichkeit in Hüfthöhe und Stauraum. Der Rest ist Geschmack – und einiges davon wird im ersten Jahr ohnehin kaum benutzt.
Die drei Grundbausteine
Schlafplatz: ein Bett mit fester Matratze, die exakt in den Rahmen passt – zwischen Matratze und Rahmen darf kein Spalt bleiben, in den ein Ärmchen rutschen kann. Im ersten Jahr steht das Bett ohnehin meist im Elternschlafzimmer.
Wickelplatz: fest, rutschsicher und in Hüfthöhe, mit allem in Reichweite einer ausgestreckten Hand. Eine Kommode mit Wickelaufsatz erfüllt das genauso wie ein Wickeltisch – sie lässt sich später weiterverwenden.
Stauraum: geschlossene Fächer für Kleidung, offene für das, was täglich gebraucht wird.
Sicherheit: was angeschraubt gehört
Sobald ein Kind klettert – und das beginnt früher, als die meisten erwarten – kippen hohe Möbel. Kommoden, Regale und Schränke gehören mit Kippschutz an die Wand. Das kostet wenige Euro und verhindert eine der häufigsten schweren Verletzungen im Haushalt.
Zweiter Punkt: Schnüre von Rollos und Jalousien. Sie müssen außer Reichweite sein, und das Bett steht nicht direkt darunter. Für Fenster gibt es Sicherungen, die das Kippen begrenzen.
Licht, Luft, Temperatur
Zum Schlafen sind 16 bis 18 Grad ideal, dazu regelmäßiges Lüften. Ein gedimmtes, warmes Licht am Wickelplatz macht nächtliches Wickeln erträglicher als die Deckenleuchte.
Verdunkelung hilft im Sommer beim Mittagsschlaf – achte auf Modelle ohne lose Schnüre.
Was mitwächst
Ein Gitterbett mit herausnehmbaren Sprossen, eine Kommode statt eines reinen Wickeltischs, offene Regale, die später Bücher tragen: Möbel, die eine zweite Verwendung haben, sind die vernünftigere Investition. Dekoration lässt sich jederzeit tauschen – Möbel selten.
Häufige Fragen
Welche Möbel braucht ein Babyzimmer?
Bett, Wickelmöglichkeit in Hüfthöhe und Stauraum. Alles Weitere ist optional.
Wie sichere ich Möbel gegen Kippen?
Mit Kippschutzwinkeln oder Gurten an der Wand – bei allem, was höher ist als etwa 60 Zentimeter. Das gilt besonders für Kommoden mit ausziehbaren Schubladen.
Welche Temperatur ist im Babyzimmer richtig?
Zum Schlafen 16 bis 18 Grad. Wichtiger als das Thermometer ist die Prüfung im Nacken des Kindes.
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